Vielen Dank für die Spende

Stoffwechsel“ hilft „Traumfänger“

Nächste Kleiderbörse am 12. Oktober

Ankum Mit einer Spende von 650 Euro überraschte das Team der Kinderkleiderbörse „Stoffwechsel“ die Geschäftsführerin der Frühförderung Regenbogen, Annette Kempe: „Ich wusste ja, dass wir uns über eine Spende freuen dürfen, aber der Betrag ist der Hammer“, reagierte sie.

Der Erlös stammt aus der Frühjahrsbörse. Zweimal im Jahr – im Frühling und im Herbst – finden die Kinderkleiderbörsen „Stoffwechsel“, organisiert von einem zehnköpfigen Team, in der Grundschule statt. „Anfangen sind wir in der Kita am Kattenboll“, erinnert sich Ulrike Lünnemann. Mittlerweile ist die Veranstaltung so groß, dass am Mittwoch vorher eine „Frauenbörse“ stattfindet.

Die Premiere im Frühjahr sei geglückt, deshalb werde das Konzept weiter verfolgt. Am 10. Oktober seien Frauen eingeladen, ausgediente Kleidung, Schuhe, Accessoires anzubieten. Nach dieser Frauenbörse findet die Kinderkleiderbörse am 12. Oktober statt. Weitere Informationen per E-Mail unter boerse-ankum@gmx.de.

„Ich bin beeindruckt von eurem Engagement“, so Annette Kempe. Das Traumfänger-Projekt sei auf finanzielle Unterstützung angewiesen, und es sei toll, wie die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche auf Interesse und Unterstützung treffe. Das Projekt starte offiziell am 14. August, Interessenten können sich gern bei der Frühförderung Regenbogen melden.

Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen gesucht!
Der Verein Regenbogen e.V. Ankum startet im August 2018 mit dem neuen Angebot "Traumfänger" - Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche. Für diese Gruppe suchen wir Ehrenamtliche Mitarbeiter, die Interesse haben, uns zu unterstützen.
Unsere "Traumfänger" Gruppe findet alle zwei Wochen Dienstagnachmittag statt. Bei Interesse bitte melden unter Telefon: 05462-7456123. Vielen Dank.

Artikel im Bersenbrücker Kreisblatt - 12.04.2018

„Traumfänger“ geht im August an den Start

Frühförderung Regenbogen e. V. stellt Projekt im „Netzwerk“ vor

 

anl Ankum. Das Konzept steht, die räumlichen Voraussetzungen sind da, Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter terminiert – im August startet die Frühförderung Regenbogen mit ihrem Projekt „Traumfänger“, der Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche. Der richtige Zeitpunkt also, um dieses einmal im „Netzwerk“ vorzustellen.

 

Netzwerk ist in diesem Fall allerdings etwas hoch gegriffen, denn für den Bereich „Trauerarbeit/ Trauerbegleitung“ gibt es etwas Derartiges in der hiesigen Region nicht. Noch nicht – waren sich die anwesenden Vertreter unterschiedlicher Einrichtungen und Institutionen einig. Dazu gehörten beispielsweise geistliche Begleiter der Krankenhäuser in Quakenbrück und Ankum, Vertreter von Hospizvereinen oder des Vereins „Verwaiste Eltern Osnabrücker Nordland“ sowie Vertreterinnen von Familien-Servicebüros der Samtgemeinden, ausgebildete Trauerbegleiterinnen waren dabei, aber auch „Neulinge“ auf diesem Gebiet.

Und alle folgten interessiert den Ausführungen von Regenbogen-Mitarbeiterin Christel Feldhaus zu dem im Nordkreis einmaligen Projekt der Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen. Sehen, verstehen und akzeptieren der Trauer nannte sie dabei als oberstes Ziel der Arbeit. So sollen die vier Aufgaben der Trauerbewältigung (nach J. W. Worden) erleichtert werden: Den Verlust als Realität akzeptieren, den Schmerz verarbeiten, sich an die Welt ohne die verstorbene Person anpassen und eine dauerhafte neue Verbindung zu der verstorbenen Person finden. Da jeder Mensch unterschiedlich trauert und auf den Verlust reagiert – psychisch, körperlich, sozial oder mit Reaktionen im Verhalten – braucht auch jedes Kind, jeder Jugendliche andere Unterstützung. „Wir geben Unterstützung, sich in der neuen Realität zurechtzufinden“, erläuterte Christel Feldhaus. „Dabei schauen wir auf das einzelne Kind, was dieses braucht.“ Dafür hat sich der Regenbogen auch räumlich aufgestellt. So gibt es beispielsweise einen Kreativraum, in dem auch die Wände mit einbezogen werden können und der umfassende Möglichkeiten zur kreativen Gestaltung bietet. Andere Kinder brauchen vielleicht Bewegung oder sonstige körperliche Aktivität, dazu dient der Bewegungsraum. Auch zur Entspannung, zum Ausruhen, zum Musikhören gibt es einen Raum, außerdem einen Raum mit Spielangeboten. Und auch, wenn die Kinder und Jugendlichen während ihres Aufenthalts im Regenbogen verschiedene Angebote nutzen, stehen gemeinsame Rituale am Anfang und Ende der Gruppentreffen. Diese sollten vierzehntägig stattfinden und richten sich an Kinder und Jugendliche von drei bis 17 Jahren. Während des Gruppenangebotes gibt es auch die Möglichkeit zum Austausch für Angehörige. Die Räume werden derweil jeweils von einem pädagogischen Mitarbeiter betreut, das Team des Regenbogens bilden sich entsprechend fort. Es ist geplant, dauerhaft auch mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu arbeiten, auch diese würde – bei Bedarf - selbstverständlich entsprechende Fortbildungen erhalten. Ebenso ist eine fortlaufende Supervision geplant.

Den Familien entstehen durch das Angebot keine Kosten. Umso wichtiger ist daher für den Regenbogen e. V. weiterhin die Akquirierung von Spendengeldern. Wer das Projekt „Traumfänger“ finanziell unterstützen möchte, kann dies gern tun (IBAN: DE68 2656 7943 0021 4124 01, BIC: GENODEF1NOP).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.trauerbegleitung-ankum.de oder telefonisch unter der Nummer 05462/7 45 61 23.

Erstgespräche sind ab sofort möglich, die Gruppe startet am Dienstag, 14. August, um 16 Uhr.

PEKiP Kurs

Aktuell bieten wir keine PEKiP Kurse mehr in unserer Einrichtung an.

Sobald wir wieder Kurse anbieten, werden wir dieses auf unserer Internetseite, bei Facebook oder in der Tageszeitung bekannt geben.

Heilpädagogische Fachkraft zu sofort gesucht

Der Regenbogen e.V. ist eine Frühförder- und Beratungsstelle im nördlichen Landkreis Osnabrück.
Wir suchen zu sofort eine heilpädagogische Fachkraft (m/w) auf 450,00 € Basis mit Option auf mehr.

Zu Ihren Aufgaben gehören:
•Planung und Durchführung von Einzel- und Gruppenförderungen für entwicklungsverzögerte Kinder in Form von Hausfrühförderungen, ambulanter Förderung oder mobiler Förderung in Kindergärten
•Begleitung und Beratung von Eltern
•Kooperation mit anderen Fachdisziplinen
•Teilnahme an Team- und Fallbesprechungen

Interessierte richten ihre Bewerbung bitte an:
Regenbogen e.V., Am Schusterboll 2, 49577 Ankum

Bersenbrücker Kreisblatt 22. Februar 2018

Kreativraum für „Traumfänger“

Sparkassenstiftung unterstützt neues Projekt

anl An­kum. Mit dem Pro­jekt „Traum­fän­ger“ möch­te die Früh­för­de­rung Re­gen­bo­gen Kin­dern und Ju­gend­li­chen den Um­gang mit Trau­er und Tod er­leich­tern und sie bei die­sem The­ma un­ter­stüt­zen. Das soll ab Au­gust auf ganz viel­fäl­ti­ge Wei­se ge­sche­hen, ein Bau­stein da­bei ist die Krea­ti­vi­tät.

Da­für wur­de jetzt ein Krea­tiv­raum ge­stal­tet, fi­nanz­iel­le Un­ter­stüt­zung gab es da­für von der Ge­mein­nüt­zi­gen Stif­tung Kreis­spar­kas­se Ber­sen­brück. Jür­gen Lün­ne­mann vom Mal­er­be­trieb Lün­ne­mann in Eg­ger­müh­len führ­te die not­wen­di­gen Ar­bei­ten aus: Es galt, Fuß­bo­den und Wän­de vor­zu­be­rei­ten, da­mit künf­tig der Krea­ti­vi­tät der Kin­der und Ju­gend­li­chen kei­ne Gren­zen ge­setzt sind und die Wän­de in die Ge­stal­tung ein­be­zo­gen wer­den kön­nen.

„Da­mit kom­men wir un­se­rem Pro­jekt­start ei­nen gro­ßen Schritt nä­her“, freut sich An­net­te Kem­pe, Ge­schäfts­füh­re­rin des Re­gen­bo­gens. Im Au­gust geht der „Traum­fän­ger“ an den Start, wei­te­re In­for­ma­tio­nen er­teilt die Früh­för­de­rung Re­gen­bo­gen; E-Mail: in­fo@fru­eh­fo­er­de­rung-re­gen­bo­gen.de

Projekt "Traumfänger" Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche

Wer unser Projekt unterstützen möchte, kann dies gern tun, hier die Angabe zum Spendenkonto: Konto 21 41 24 01 bei der  VR-Bank eG im Altkreis Bersenbrück. BLZ 265 679 43, IBAN DE68 2656 7943 0021 4124 01, BIC: GENODEF1NOP. Verwendungszweck: „Traumfänger“

 

 

 

20 Jahre Frühförderung Regenbogen e. V.

20 Jahre Frühförderung Regenbogen e. V.

Interview rund um die Frühförderung

 

anl Ankum. 1997 ging die Frühförderung Regenbogen e. V. in Quakenbrück an den Start mit dem Ziel, Kinder zwischen null und sechs Jahren in allen Entwicklungsbereichen zu fördern. Mittlerweile ist der Vereinssitz in Ankum, außerdem hat es weitere Veränderungen gegeben. Grund genug, einmal mit der Geschäftsführerin des Vereins, Annette Kempe, ins Gespräch zu kommen.

 

20 Jahre Frühförderung Regenbogen – wie kam es zur Gründung des Vereins 1997?

Ulla Heye und Andreas Uecker sind damals im Juni mit etwa 15 Familien mit der „klassischen Frühförderung“ in Quakenbrück gestartet. Die Nachfrage war groß, weitere Familien fragten an und bereits ein Jahr später wurden zusätzliche Mitarbeiterinnen eingestellt.

 

Und warum ist der Vereinssitz seit März 2011 in Ankum?

Hauptsächlich aus logistischen Gründen: wir sind in allen vier Samtgemeinden, im Emsland und in Cloppenburg unterwegs und Ankum liegt da relativ zentral. Nach wie vor ist unsere rein heilpädagogische Frühförderung, zu der die Förderung der Kognition, Wahrnehmung, Feinmotorik, Grobmotorik, Verhalten, sozial-emotionale Entwicklung und Sprache zählen, ein mobiles Angebot. Die Familien kommen zu uns und wir fördern auch in den Familien oder den KiTas vor Ort, arbeiten dabei eng mit den Fachleuten vor Ort wie beispielsweise den Betreuungseinrichtungen, Ärzten und Therapeuten zusammen.

 

20 Jahre sind eine lange Zeit. Wie gestaltet sich das Lebensumfeld der Familien heute im Vergleich zu 1997?

Das Familienbild hat sich sehr gewandelt, es ist wesentlich komplexer geworden. Alleinerziehende oder Patchworkfamilien waren früher eher die Ausnahme, heute sind auch alleinerziehende Väter gesellschaftlich mehr anerkannt. Krippen, Ganztagsangebot und Ferienbetreuungen sind sowohl politischer Wille als auch Wunsch vieler Eltern. Insgesamt ist der Leistungsdruck gewachsen, das stellt Familien vor ganz anderen Herausforderungen. Beruf und Kinderbetreuung müssen in Einklang gebracht werden, das setzt natürlich auch die Kinder unter Druck.

Wir haben schon das Gefühl, dass die Veränderungen in der Gesellschaft Auswirkungen auf die Kinder haben und nicht immer nur positive.

 

Hat sich die inhaltliche Arbeit im Laufe der 20 Jahre verändert?

Die Auffälligkeiten im Bereich Sprache haben zugenommen, Kinder fangen zum Teil später an zu sprechen, zeigen eine verzögerte Sprachentwicklung. Auch die sozial-emotionalen Auffälligkeiten haben zugenommen. Die Verhaltensauffälligkeiten stehen heute wesentlich mehr im Focus als früher, wobei es die da auch schon gegeben hat.

 

Somit hat sich sicherlich auch das Angebot des „Regenbogens“ verändert. Wo liegt heute der Schwerpunkt der Einrichtung?

Wir setzen weiter auf die klassische Frühförderung und begleiten und fördern auch heute noch Kinder und ihre Familien. Weiterhin bieten wir systemische Familienberatung an. Gute Erfolge erzielen wir auch mit „MarteMeo“, einer Entwicklungs- und Kommunikationsmethode, die mit Hilfe des Mediums Video Beratung und Unterstützung in unterschiedlichsten Kontexten ermöglicht. Dazu kommen neue Angebot wie PEKiP – das Prager Eltern-Kind-Programm, in dem Spiel- und Bewegungsanregungen für Eltern mit ihren Kindern im ersten Lebensjahr vermittelt werden. Für dieses kostenpflichtige Angebot können die Bildungsgutscheine eingelöst werden, die jede Familie vom Babybesuchsdienst erhält. Nach den Sommerferien planen wir, auch das „Nachfolgeprogramm“ „kleine Entdeckungsreisen“ anzubieten.

In der Zukunft haben wir einiges Neues vor: das Marburger Konzentrationstraining mit feinmotorischem Schwerpunkt für Vorschul- und Grundschulkinder gerade im Bereich des Übergangs KiTa – Grundschule. Und wir planen ein „Projekt“ Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche, dazu ist aber noch einiges an Gesprächen und Planungen nötig.

 

Wie seht Ihr das Thema Integration/Inklusion, vor allen Dingen in Schulen?

So wie die Inklusion derzeit in den Schulen umgesetzt wird, ist das absolut nicht befriedigend, auch wenn der Grundgedanke gut ist. Wir können gut verstehen, dass Eltern – wenn sie denn die Wahl hätten – das klassische Förderschulprinzip bevorzugen würden. Hier gibt es positive Erfahrungswerte, die fehlen bei der Umsetzung der Inklusion noch völlig. Derzeit wirkt es schon so, als seien Schulen und Familien mit dem überfordert, was politisch umgesetzt wird.

 

Was wünscht sich der „Regenbogen“ für die Zukunft?

Wir wünschen uns, dass die gute Zusammenarbeit mit all unseren Kooperationspartnerinnen und       -partnern so bleibt ebenso wie der gute Austausch mit „unseren“ Familien.

Unsere Türen stehen immer offen – und das meinen wir auch so, wie wir es sagen. Wer Informationen möchte, uns etwas mitteilen möchte ist immer herzlich willkommen!

 

 

Zur Sache:

Die Frühförderung und Entwicklungsbegleitung Regenbogen e.V. besteht seit April 1997. Träger der Einrichtung ist der Regenbogen e.V., ein gemeinnütziger Verein. Er ist dem Dachverband der Parität Niedersachsen angeschlossen. Seit März 2011 ist der Vereinssitz in Ankum im „Haus am See“. Aktuell sind sechs pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, zusätzlich eine Verwaltungskraft, so dass das Büro jeden Tag besetzt und die telefonische Erreichbarkeit gesichert ist.

Der Vorstand besteht aktuell aus dem ersten Vorsitzenden Hermann Schröder-Herkenhoff und dem zweiten Vorsitzen Klaus-Peter Polke, Geschäftsführerin ist Annette Kempe.

Weitere Informationen:

Frühförderung Regenbogen e. V.

Am Schusterboll 2, 49577 Ankum, Tel. (0 54 62) 74 56 12 3, Fax (0 54 62) 74 56 12 4

Internet: www.fruehfoerderung-regenbogen.de, außerdem ist die Frühförderung auch auf Facebook unterwegs.